`:top
`!Komplementation`!`:cite-ref-1[`F5bf`_`[1`#cite-note-1]`_`f] oder `!Komplementierung`! (Wortbildung zu `*Komplement`*`:cite-ref-2[`F5bf`_`[2`#cite-note-2]`_`f] im Sinne von Ergänzung)`:cite-ref-3[`F5bf`_`[3`#cite-note-3]`_`f] bezeichnet in der `F33f`_`[Genetik`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Genetik]`_`f die `*funktionelle Ergänzung`* zweier `F33f`_`[rezessiver`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Rezessiv]`_`f `F33f`_`[Mutationen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mutation]`_`f verschiedener `F33f`_`[Gene`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gen]`_`f in der Weise, dass deren sichtbarer Effekt im `F33f`_`[Phänotyp`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Phänotyp]`_`f sich aufhebt. Durch Komplementation können auch genetisch bedingte Defekte phänotypisch ausgeglichen werden, wenn auf Ebene der jeweils codierten Proteine Funktionalität hergestellt wird, während die Mutation auf `F33f`_`[DNS`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Desoxyribonukleinsäure]`_`f-Ebene erhalten bleibt. Im Experiment liefert die Komplementation eine Aussage über das Verhältnis zweier `F33f`_`[Genorte`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Genlocus]`_`f zueinander:
Mit Hilfe des sogenannten `F33f`_`[Komplementationstests`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Komplementationstest]`_`f kann versucht werden festzustellen, ob zwei sich ähnelnde mutante Phänotypen durch eine Mutation in demselben Gen verursacht werden oder nicht.
Ein in einem Merkmal mutanter rezessiv vererbter Phänotyp kann in einem `F33f`_`[diploiden`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Diploid]`_`f Organismus entweder durch das Vorliegen von mutierten `F33f`_`[Allelen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Allel]`_`f ein und desselben Gens (gleicher Ort) verursacht sein, oder aber durch Mutationen an verschiedenen Loci. Liegen die Mutationen a und b an demselben Genort, so zeigt ein beide Mutationen tragender diploider, `F33f`_`[heterozygoter`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Heterozygot]`_`f Organismus (der also ein a-Allel und ein b-Allel aufweist, `F33f`_`[Genotyp`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Genotyp]`_`f „ab“) den mutanten Phänotyp. Es besteht auch die Möglichkeit, dass es sich bei den Allelen um ein und dieselbe Mutation handelt (zwei gleiche a- oder b-Allele, Genotyp „aa“ oder „bb“). Ein (heterozygoter diploider) Organismus kann hingegen mit dem natürlicherweise auftretenden (`F33f`_`[wildtypischen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Wildtyp]`_`f) Phänotyp erscheinen, wenn die Mutationen a und b an verschiedenen Genorten liegen (zum Beispiel Genotyp AaBb). In diesem Fall komplementieren (ergänzen) sich die wildtypischen Allele (A und B) funktionell durch ihre Restaktivitäten.
>>Contents
• `F0af`_`[Siehe auch`#siehe-auch]`_`f
• `F0af`_`[Belege`#belege]`_`f
-─
>>Siehe auch
Wiktionary: komplementieren
– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
>>Belege
`:cite-note-1`!1.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-1]`_`f `*Komplementation`* – Eintrag im `*`F33f`_`[DWDS`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Digitales_Wörterbuch_der_deutschen_Sprache]`_`f`*, dort: „Ausgleich von Schäden im Erbgut durch Kombination von Genomen“.
`:cite-note-2`!2.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-2]`_`f Eintrag `*Komplementation`* im (von `*`F33f`_`[Gerhard Wahrig`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gerhard_Wahrig]`_`f`* begonnenem) Fremdwörterbuch, bei `*`F33f`_`[Wissen.de`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Wissen.de]`_`f`*; dort: „Einfügen eines Gens in eine mutierte Zelle zum Ausgleich von Erbschäden; Sy Komplementierung (2) [→ Komplement]“.
`:cite-note-3`!3.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-3]`_`f `*Komplementation`* – Eintrag im `*Großen Wörterbuch der deutschen Sprache`*, bei `*Wissen.de`*; dort: „Ausgleich erblich bedingter Schäden durch `*Ergänzung`* des Genoms“.
`c`F0af`_`[↑ Back to top`#top]`_`f`a